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ICE Trasse> AKTUELLES
Leere Kassen, weitere Hürde

Nöte der öffentlichen Haushalte können Pläne für ICE-Trasse Frankfurt-Mannheim weiter verzögern - Infoabend der BILA am 4. Februar in Lampertheim

2.2.2010 -

Kreis Bergstraße (ofi). Die Diskussion um die geplante ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim hat eine neue Wendung erfahren: Ursache ist eine Streichliste der Deutschen Bahn (DB) AG, mit der gleiche eine ganze Reihe von Investitionsvorhaben auf der Kippe stehen sollen. Auch wenn die geplante Schnellbahntrasse Rhein-Main/Rhein-Neckar nicht namentlich genannt wird, scheinen weitere Verzögerungen möglich. Denn wie für viele andere Vorhaben fehlt für die rund 80 Kilometer lange Trasse eine gesicherte Finanzierung. Ob sich das ändert, dürfte angesichts der Finanznot der öffentlichen Hand zweifelhaft sein.

 

Kaum waren die von DB-Chef Rüdiger Grube mit Hinweis auf leere Bundeskassen und starke Einnahmerückgänge der Bahn begründeten Überlegungen bestätigt worden, meldete sich ein großer Chor aus Bund, Land und Region, warum dies alles nicht sein darf. Fakt ist aber, dass der von DB AG und der Politik favorisierte Trassenverlauf jede Menge Hürden nehmen muss.

 

Namentlich Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen machen darauf aufmerksam, dass bei einer von der DB AG ab Darmstadt Richtung Süden weitgehend oberirdisch geplanten zweigleisigen Trasse östlich der A67 wertvolle Natur- und Landschaftsschutzgebiet auf der Strecke bleiben, lebenswichtige Trinkwasserreservoirs beeinträchtigt und die Lebensqualität vieler Bewohner nahe der Bahnlinie auf Dauer erheblich verschlechtert würde.

 

Was die Einbeziehung des Hauptbahnhofs Darmstadt in das ICE-Schnellbahnnetz angeht, wird auf Anregung von Oberbürgermeister Walter Hoffmann (SPD) wieder der Bau eines Bahnhofs auf der „grünen Wiese“ bei Tann diskutiert. Naturschutzverbände und Anwohner-Initiativen lehnen dies vehement ab und fordern etwa wie die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung eine Vollanbindung des Hauptbahnhofs. Auch der Kreis Bergstraße ist eine einzige Problemzone: Die DB Netz AG sieht bislang nur einen einzigen 1,7 Kilometer langen Tunnel vor, um bei Lorsch den Knoten A67/B47 zu unterqueren.

 

Hinter Lorsch soll die Trasse aber nicht mehr entlang der Autobahn weitergeführt werden, sondern den Lorscher/Lampertheimer/Viernheim Wald (C-Trasse) diagonal in einer Breite von bis zu 100 Metern durchschneiden und über die Vorstädte direkt in den Hauptbahnhof geführt werden. Die Bürgerinitiative Lampertheim (BILA) hat gegen diese Variante inzwischen mehr als 12.000 Unterschriften gesammelt.

 

Termin: Die BILA lädt am 4. Februar (Donnerstag) zu einer Informationsveranstaltung in das Stadthaus en. Beginn 19 Uhr im Sitzungssaal


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