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Neue Einsichten
Vortrag von Uli Holzhausen am 14. september (Dienstag) über die Geschichte der Klezmer-Musik - Beginn 19.30 Uhr im Saal der katholischen Pfarrgemeinde
2.9.2010 - Zwingenberg (mb). Uli Holzhausenist ein Kenner der jüdischen Klezmer-Kultur. Der Mitbegründer des Mainzer „Open Ohr Festivals“ und Musiker in verschiedenen Klezmer-Bands wird am 14. September (Dienstag) auf Einladung des Vereins „Arbeitskreis Zwingenberger Synagoge“ die historischen und musikalischen Hintergründe erklären. Die Veranstaltung im Saal der katholischen Pfarrgemeinde, Heidelberger Straße 18, beginnt um 19.30 Uhr.
Die Klezmer-Musik ist zunächst die Instrumentalmusik der osteuropäischen Juden. Sie hat sich etwa seit dem 15. Jahrhundert entwickelt und enthält viele Elemente aus der Volksmusik Osteuropas. Ursprünglich wurde Klezmer-Musik von den fahrenden jüdischen Musikanten („Klezmorim“) - teilweise zusammen mit Roma-Musikern - gespielt, die von Dorf zu Dorf zogen. Sie erklang vor allem auf Hochzeiten, Ernte- und Hoffesten außerhalb der Synagogen.
Als die Juden Osteuropa verließen, verbreitete sich die Klezmer-Kultur weltweit, besonders in den USA. Berühmte jüdische Komponisten der USA – beispielsweise Leonard Bernstein, George Gershwin - ließen sich von der Klezmer-Musik inspirieren und nahmen einige der Elemente in ihre Kompositionen auf. Auch Dmitri Schostakowitsch bewunderte die Klezmer-Musik. Mitte/Ende des letzten Jahrhunders kam es zu einem Wiederaufleben dieser Musikrichtung in Europa und den USA. Seit einiger Zeit hat sich diese Musik stark weiterentwickelt, zum Teil aber auch - wie Uli Holzhausen findet - in eine problematische Richtung.
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