Das aktuelle Newsportal der Region home | sitemap | service | kontakt 
RSS Feed abonniern
Kultur> Rhein-Main
Unbekannte Seiten

Ausstellung „Der moderne Blick“ mit Werken von Edvard Munch vom 9. Februar bis 13. Mai in der Kunsthalle Schirn

8.1.2012 -

Frankfurt (mb). Die Schirn Kunsthalle zeigt vom 9. Februar bis 13. Mai eine große Ausstellung über unbekannte Seiten des norwegischen Malers Edvard Munch. Edvard Munch (1863–1944) wird für seine ausdrucksstarke symbolistische Malerei gefeiert und gilt als Bahnbrecher des Expressionismus. Die in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou in Paris entstandene Ausstellung in der Schirn bietet eine neue Sicht auf sein Schaffen: Edvard Munch war ganz und gar modern – so die These dieser rund 130 Werke umfassenden Schau. „Edvard Munch. Der moderne Blick“ stellt das wenig erforschte Spätwerk bis 1944 in den Vorder-grund und beweist, dass Munch nicht nur ein Künstler des 19. Jahrhunderts, sondern ebenso des 20. Jahrhunderts war.

 

Im Zentrum wird Munchs Auseinandersetzung mit modernen Aufnahmetechniken wie Fotografie und Film oder der intimen Theaterbühne stehen. Seine Werke lassen erkennen, in welchem Maß er spezifisch fotografische oder filmische Kompositions- und Erzählformen, Posen und selbst Effekte in seine Malerei übernimmt. In Ergänzung zu den rund 60 Gemälden und 20 Arbeiten auf Papier sind zwei Kapitel Munchs eigener fotografischer und filmischer Produktion gewidmet. Gezeigt werden 50 Fotografien in Originalabzügen sowie vier Filme Munchs.

 

Ein weiterer Aspekt der Ausstellung führt vor Augen, wie der Künstler ein und dasselbe Sujet in Zeichnungen, in der Fotografie, der Malerei, der Grafik und sogar der Bildhauerei verarbeitet hat. Die häufige Wiederaufnahme von Motiven ist ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis von Munchs Werk.

 

Im Gegensatz zu der gängigen Einschätzung, die Munch im letzten Lebensdrittel als gequälten und isolierten Menschen sieht, zeigt die Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“ den Künstler auf der Höhe der ästhetischen Debatten seiner Zeit und demonstriert, dass er sich in seinem Schaffen beständig im Dialog mit den neuesten Darstellungsformen befand. In elf Räume und neun thematische Bereiche gegliedert illustriert eine reiche Auswahl wichtiger Gemälde und Arbeiten auf Papier, wie Munchs Kinobesuche, die Lektüre von Illustrierten und sein naturwissenschaftliches Interesse ebenso Einfluss auf seine malerische Praxis hatten wie seine eigenen Experimente mit Fotografie und Film. Ebenso führten seine Bühnenbilder für das moderne Theater zu einer neuen räumlichen Beziehung zwischen Betrachter und Bildmotiv. Weitere Markenzeichen des „späten“ Munch sind die zahlreichen Wiederholungen von Sujets und die häufig damit verbundene Reduzierung auf eine prägnante Ausdrucksform.

Wiederholungen

 

Öffnungszeiten: Dienstag, Freitag und Sonntag 10 bis19 Uhr; Mittwoch und Donnerstag10 bis 22 Uhr.

 

Internet:

www.schirn.de


[« zurück]

Copyright © 2005 Promedio Impressum   Nutzungsbedingungen