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Drei Jubiläen in einem
„Salierjahr“ vom 10. April bis 30. Oktober 2011 in Speyer - Kaiserdom zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der europäischen Architektur und wurde 1981 in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen
1.3.2010 - Rhein-Neckar (mb). Speyer feiert 2010 gleich drei bedeutende Jubiläen: Vor 950 Jahren wurde der Speyerer Dom, heute größte noch erhaltene romanische Kirche, geweiht. Vor 900 Jahren wurde der letzte salische Herrscher Heinrich V. zum Kaiser gekrönt. Und im gleichen Jahr verlieh er der Stadt bedeutende Privilegien, die den Beginn der Entwicklung zur freien Reichsstadt einleiteten.
Bistum und Stadt Speyer sowie das Historische Museum der Pfalz werden diese Ereignisse mit einem gemeinsamen „Salierjahr 2011“ würdigen. Die kirchlichen Feiern, die am Pfingstfest beginnen, finden ihren Höhepunkt und Abschluss am ersten Oktobersonntag, dem traditionellen Domweihfest. Die städtischen Feiern konzentrieren sich auf das Datum der Privilegienverleihung am 14. August 2011. Unter anderem ist ein Mittelaltermarkt, ein großes Bürgerfest im gesamten Rathauskomplex und unter dem Motto „Macht Stadtluft noch frei?“ ein europäisches Städtetreffen geplant.
Das Historische Museum der Pfalz präsentiert vom 10. April bis 30. Oktober die große Ausstellung „Die Salier. Macht im Wandel“. Die Ausstellung wird die Welt der späten Salier, den Dombau, die Auseinandersetzung mit dem Papsttum sowie den sozialen Wandel am Wendepunkt des Mittelalters ins Zentrum des Interesses stellen. Über ein Jahrhundert hinweg prägten die Salier die Geschicke des Reiches und veränderten das damalige Weltbild. Kaum ein anderes Herrschergeschlecht des europäischen Mittelalters ist derart eng mit Speyer und dem südwestdeutschen Raum verbunden wie die Dynastie der vier salischen Kaiser – von Konrad II., dem mächtigen Gründer der Kaiserdynastie, über Heinrich III. und Heinrich IV. bis zu Heinrich V.
Neueste computerbasierte Rekonstruktionen des Speyerer Kaiserdoms und ihm ebenbürtiger Kirchenbauten machen dieses einzigartige Bauwerk völlig neu erfahr- und erlebbar. Nach über dreißigjähriger Bauzeit war im Jahr 1061 der Dom zu Speyer in seiner frühromanischen Form fertig gestellt worden. Am 4. Oktober erhielt die damals größte Kirche des Abendlandes durch den Eichstätter Bischof Gundekar, vermutlich ein Angehöriger des salischen Kaiserhauses, ihre Weihe.
Bis heute zählt der salische Kaiserdom zu den bedeutendsten Zeugnissen der europäischen Architektur und wurde aus diesem Grund 1981 in die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen. In seiner unter Heinrich IV. Ende des 11. Jahrhunderts noch einmal veränderten Form ist er eines der reifsten und eindrucksvollsten Beispiele romanischer Baukunst.
Internet:
www.bistum-speyer.de
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