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Nachrichten> Bergstraße
Gerhard Kasper geht ins Rennen

Bürgermeisterwahlen am 27. März 2011: 60 Jahre alter Heppenheimer tritt als überparteilicher Kandidat an - Bislang haben Amtsinhaber Gehard Herbert (SPD), Rainer Burlebach (CDU) und Christopher Hörst (überparteilich) Bewerbung abgegeben

9.8.2010 -

Heppenheim (mb). Jetzt ist es offiziell: Gerhard Kasper kandidiert für das Amt des Heppenheimer Bürgermeisters. Bei der Wahl am 27. März 2011 tritt der gebürtige Heppenheimer als überparteilicher Kandidat an. "Ich finde es in der aktuellen Situation wichtiger denn je, dass ein Bürgermeis-ter losgelöst von einer Parteibindung agieren kann", sagt der Sechzigjäh-rige und hat damit den dramatisch eingeschränkten finanziellen Hand-lungsspielraum der Kommune im Blick.

Kasper geht als "Heppenheimer für die Kreisstadt" ins Rennen. Er möchte bei der Umsetzung seiner politischen Vorstellungen und der stadtpoliti-schen Notwendigkeiten projektbezogene Mehrheiten formieren, die der Vernunft und nicht einer Parteiraison folgen. "In einer Stadt von der Grö-ße Heppenheims tragen politische Scharmützel und Schlachten wenig zum Weiterkommen bei", sagt der Bürgermeisterkandidat. Weiterkommen heißt für Gerhard Kasper nicht zwangsläufig Bevölkerungszuwachs. Ihm geht es vor allem um den konsequenten Erhalt und Ausbau der Infra-struktur. Es gilt, die Stärken des Standortes zu nutzen aber auch Lücken zu schließen: "Der Supermarkt in der Innenstadt, der muss kommen", be-nennt er ein Beispiel.

Gerhard Kasper ist ein Mann, der managen und motivieren kann, das hat er von Hause aus gelernt. Aber er ist sich auch nicht zu Schade, wo not-wendig, mit anzupacken. Das hat er immer wieder gezeigt. Kasper hat in Heppenheim viele Pflöcke eingeschlagen. Dass er dabei seit jeher auf Konsens und Kooperation statt auf Konfrontation setzt, kommt der Sache und der Stadt zugute. Ihm geht es bei seinem Engagement um die Bergsträßer Kreisstadt. Hauptamtlich wie ehrenamtlich. Heppenheim ist für Gerhard Kasper ein Juwel unter den hessischen Städten.

"Die Kreisstadt ist als Wirtschaftsstandort und als Wohnort attraktiv", bi-lanziert er und ergänzt: "Um die Stärken auszubauen, müssen wir ein po-sitives Klima in der Stadt schaffen. Mir geht es darum, Menschen mitein-ander ins Gespräch zu bringen, um Energien für den Standort zu gewin-nen." Verantwortliche in Unternehmen, vor allem die der großen Betriebe im Industriegebiet, will er hierzu an einen Tisch bringen. Aber auch die Bürger sollen mehr zusammen finden. "Mit einer gehörigen Portion Wir-Gefühl und Kreativität lässt sich auch in Zeiten leerer Kassen manches bewerkstelligen", sagt der Bürgermeisterkandidat und denkt dabei an Netzwerke. Zugleich sollen finanzielle Fördermöglichkeiten besser ge-nutzt werden. "Es darf nicht auf Zeit gespielt werden, solide Konzepte müssen auf den Tisch. Hier gibt es eindeutig Defizite", betont er und fügt hinzu: "Gleichzeitig müssen aber auch Kontakte zu übergeordneten Be-hörden intensiviert werden."

Dass Kasper Menschen motivieren kann, sich für ihre Stadt einzusetzen, und dass er dabei unterschiedlichste Interessensgruppen zusammen-bringt, hat er immer wieder bewiesen. Große Veranstaltungen hat er gemanagt. Die Innenwirkung wie die Außenwirkung hat Heppenheim immer gut getan.

35 Jahre lang hat Kasper in der Heppenheimer Stadtverwaltung in ver-antwortlichen Positionen gearbeitet. Als Leiter des Bürgerbüros und des Einwohnermeldeamtes ist er besonders nahe an den Bürgern gewesen und weiß was diese bewegt, ärgert und wo Änderungen gefordert wer-den. Als Verantwortlicher für den Tourismus hat er zudem sehr genau mitbekommen, was Fremde an der Stadt schätzen. Und als langjähriger Personalratsvorsitzender im Rathaus weiß er bis ins Detail um die Befind-lichkeiten in einer Verwaltung. Gerhard Kasper begegnet seinen Mitbür-gern auf Augenhöhe. Er weiß wo der Schuh drückt, und er weiß aufgrund seiner jahrelangen Arbeit mit Politikern, wie Kommunalpolitik funktioniert. Vor drei Jahren ist er in den Vorruhestand gegangen. Nun ist er gewillt, sich noch einmal den Dienst seiner Heimatstadt zu stellen, deren Stärken zu festigen und Weichen auf die Zukunft hin auszurichten.

Gerhard Kasper persönlich
Geboren 1949 in Heppenheim, kaufmännische Handelsschule in Bens-heim, Ausbildung zum Schriftsetzer in Heppenheim, Arbeit als Schriftset-zer in Darmstadt, 1974 Wechsel zur Stadtverwaltung Heppenheim

Stationen der Karriere: verantwortlicher Organisator von Wahlen (Wahl-leiter), Leiter Meldeamt, Fremdenverkehrsamt und Bürgerbüro, 30 Jahre Vorsitzender Personalrat und Gesamtpersonalrat, Vorsitzender touristi-sche Werbegemeinschaft Bergstraße, Betreuung und Vorort-Organisation großer Fernsehsendungen aus Heppenheim, Organisation von Konzerten und Empfängen, Organisation und Moderation großer städtischer Veran-staltungen

2007 Beginn Freistellungsphase Altersteilzeit, seit Ende 2009 im Ruhe-stand, ehrenamtlich seit bald 20 Jahren Geschäftsführer Verkehrs- und Heimatverein, 1995 Gründung Freundeskreis Heppenheim-Kaltern, viele Jahre Organisation Heppenheimer Nikolausmarkt und autofreie Bergstra-ße, Organisation "Starkenburg in Flammen" und Mitinitiator "Heppenheim zeigt Farbe"


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