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Verkehrsströme entflechten

Machbarkeitsstudie zur Neugestaltung des Darmstädter Kreuzes – Kosten von 100 Millionen Euro - Noch kein Zeitplan

16.8.2010 -

Darmstadt (mb/ofi). Für die Autofahrer ist das Darmstädter Kreuz namentlich im Berufsverkehr sprichwörtlich ein Kreuz: Jeden Tag passieren rund 225.000 Fahrzeuge diese Drehscheibe zwischen Frankfurt und Mannheim. In den nächsten Jahren soll das Darmstädter Kreuz umgebaut werden. Das Verkehrsministerium hat inzwischen eine Machbarkeitsstudie des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) mit acht Varianten geprüft.

 

Ziel der Planungen ist, die „Verflechtungsbeziehungen“ zu verbessern. Gemeint sind damit die vielen Fahrspurwechsel, zu denen Autofahrer gezwungen werden, das aus A 5 und A 67 und dem nach Darmstadt und Griesheim führenden Zubringer A 672 besteht. Anlass, über eine Neuordnung der Verkehrsbeziehungen nachzudenken, ist die notwendige Sanierung von drei Brücken: Die eine führt die B 26, die andere die A 672 über die A5 und die dritte befindet sich unter der „Hähnchenkurve“ der A 672 an der Anschlussstelle Griesheim.

 

Die Sanierungsplanungen hängen maßgeblich davon ab, wie breit die zu überquerenden Autobahnen in Zukunft sein werden. Ausgangspunkt der Überlegungen sind Prognosen über die Zunahme des Güter- und des Straßenverkehrs. Sie sagen für das Darmstädter Kreuz bis 2025 nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums eine Zunahme bei Personenwagen um 19 Prozent und bei Lastwagen um etwa 35 Prozent voraus.

 

Ein gewisser Zeitdruck ergibt sich für die Verkehrsplaner neben der Notwendigkeit der Brückensanierung auch durch den beabsichtigten sechsspurigen Ausbau der A 67 zwischen Darmstadt und Lorsch sowie die Planungen für die ICE-Schnellbahntrasse Frankfurt-Mannheim. Ob der leeren Staatskassen scheint diese 85 Kilometer lange Trasse indessen nicht mehr sicher.  Bislang wurde erste das Planfeststellungsverfahren für den ersten – unstrittigen - Teilabschnitt Frankfurt-Mörfelden eröffnet. Der Zeitplan für die drei weiteren Abschnitte bis nach Mannheim droht wegen vielerlei Widersprüchen durcheinander zu geraten. Dazu kommt, dass der Beschluss zum Raumordndungsverfahren für Mannheim (Baden-Württemberg) wegen Zeitablaufs nicht mehr gültig ist.

 

Innerhalb des Autobahndreieckes sollen an verschiedenen Stellen außerdem immer wieder Betonleitwände getrennte Spuren schaffen. Eine neue Spur ist für Autofahrer vorgesehen, die etwa von Eberstadt nach Darmstadt wollen. Sie müssten künftig dann nicht mehr die A 5 mitbenutzen. Für die Neuordnung des Darmstädter Kreuzes sind insgesamt 100 Millionen Euro veranschlagt. Wie es in der Machbarkeitsstudie heißt, ist das Gesamtprojekt nur in Abschnitten zu realisieren. Zeitangaben machte das Amt bislang noch nicht.


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