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Neue Spätverbindung auf der Odenwaldbahn

Von Dezember 2011 an: Zusätzliche Verbindung um 23.25 Uhr ab Frankfurt – RMV, DADINA und OREG teilen sich Kosten für Mehrbestellung - Vereinbarung gilt bis 2025, kann aber auch vorher aufeglöst werden

14.4.2010 -

Odenwaldkreis (mb). Landrat Dietrich Kübler hat den Kreisausschuss des Odenwaldkreises informiert, dass es zum Jahresfahrplan 2012 auf der Odenwaldbahn aus Richtung Frankfurt und Darmstadt eine zusätzliche Spätverbindung für Rückfahrten in den Odenwald geben wird.

 

Mit Inbetriebnahme des Zielkonzepts der Odenwaldbahn im Oktober 2008 wurden neue Zugverbindungen zwischen dem Odenwald und Darmstadt beziehungsweise Frankfurt in der späteren Abendlage geschaffen. Der letzte Zug mit Ziel Darmstadt Hauptbahnhof fährt ab Erbach 21.07 Uhr. In der Gegenrichtung verlässt um 21.25 Uhr der letzte Zug Frankfurt Hauptbahnhof beziehungsweise 22.37 Uhr Darmstadt Hauptbahnhof mit Ziel Odenwald. Die Züge werden derzeit durchschnittlich von 50 bis 100 Fahrgästen genutzt. Vielfach wurde reklamiert, dass insbesondere eine letzte Rückfahrt um 21.25 Uhr zu früh für den Besuch von Abendveranstaltungen in Frankfurt ist.

 

Auf Initiative von Dietrich Kübler, die sein Kollege im Kreis Darmstadt-Dieburg, Landrat Klaus-Peter Schellhaas unterstützte, haben der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die VIAS GmbH die Einführung einer weiteren Spätverbindung mit Start um 23.25 Uhr von Frankfurt in den Odenwald über Darmstadt Hauptbahnhof geprüft und eine Umsetzung zum Jahresfahrplan 2012 (ab 11. Dezember 2011) vorgeschlagen. In der Zuführung für diese Fahrt wird die bisher in Erbach 21.07 Uhr beginnende und um 22.18 in Darmstadt Hauptbahnhof endende Fahrt dann bis Frankfurt verlängert, so dass sich auch mit Ziel Frankfurt für den Odenwald deutliche Verbesserungen ergeben. Interessant ist die neue Verbindung für den Besuch kultureller Veranstaltungen in Frankfurt, aber zum Beispiel auch für den Besuch von Heimspielen des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt an Wochentagen.

 

Die neue Verbindung wird als tägliches Angebot eingerichtet, da dies auch betriebliche Vorteile gegenüber einer nur am Wochenende (freitags und samstags) bestehenden Fahrt hat. Weil sie unter Einbeziehung gegenwärtiger Überführungsfahrten erfolgen wird, kann sie zu einem für alle Partner günstigen Preis von rund 120.000 Euro pro Jahr realisiert werden.

 

Die Kosten für die zusätzliche Bestellung finanzieren der RMV zu 50 Prozent sowie die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation DADINA und die Odenwald-Regional-Gesellschaft (OREG) zu jeweils 25 Prozent. Sie ist grundsätzlich an die Laufzeit der Finanzierungsvereinbarung zur Modernisierung der Odenwaldbahn bis 2025 gebunden. Eine Abbestellung bleibt aber möglich, falls die Inanspruchnahme zu gering ausfallen sollte. Die Mehrkosten von 30.000 Euro, die der Odenwaldkreis als ÖPNV-Aufgabenträger an die OREG zahlen muss, sollen durch Einsparungen im lokalen Verkehr ausgeglichen werden.


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