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Wirtschaft> Umwelt
Gigantische Dimensionen

BARD Offshore-Windpark: GGEW erwartet Stromlieferung noch in diesem Sommer - Bis zu 400.000 Mehr-Personen-Haushalte können versorgt werden

17.8.2010 -

Südhessen (mb). Der erste kommerzielle Offshore-Windpark Deutschlands BARD Offshore 1 nimmt Gestalt an: Wie die Gruppen- Gas und Elektrizitätswerk (GGEW) AG Bergstraße mitteilt, sind drei der 80 Windkraftanlagen installiert. Erste Stromlieferungen sollen noch in diesem Sommer erfolgen.

Da ist Millimeter-Arbeit gefordert: Wenn der gut 170 Tonnen schwere Rotorstern des Windrades mit seinen 122 Metern Durchmesser am riesigen Kran des Errichterschiffs „Windlift 1“ in die Höhe gezogen wird muss alles passen. Seit März 2010 wird auf der Nordsee 100 Kilometer nordwestlich der ostfriesischen Insel Borkum der erste kommerzielle Offshore-Windpark Deutschlands errichtet. Wenn alle geplanten 80 Windräder stehen, dann können diese bei idealen Bedingungen zusammen 400 Megawatt umweltschonenden Windstrom liefern. Das entspricht der Versorgung von 400.000 Mehrpersonen-Haushalten.

 

Die GGEW AG ist als Gründungsgesellschafterin mit von der Partie. „Die GGEW AG beteiligt sich als ökologisch verantwortungsvoller Energieversorger intensiv am Ausbau von Erzeugungskapazitäten für erneuerbare Energien – und die Windkraft ist hier ein wichtiges Standbein“, schreibt GGEW-Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Müller, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Betreibergesellschaft SüdWestStrom Windpark GmbH & Co. KG (SWS) ist. Der südhessische Energieversorger ist mit einem Volumen von 40 Millionen Euro am Bau des Windparks beteiligt und damit zweitgrößter Investor innerhalb der SWS.
 
Die geplanten 80 Windräder werden jeweils in Gruppen von acht bis zehn Anlagen aufgebaut, so genannten Clustern. Der Windpark erstreckt sich über eine Fläche von 70 Quadratkilometern. Um den Transport des Stroms zum Festland zu ermöglichen, werden 1,20 Meter unter dem Meeresboden besondere Energieseekabel verlegt. Wie bei den Windkraftanlagen sind auch bei den Spezialkabeln die Maße gigantisch: Das Kabel, das den Strom mit einer Spannung von 155.000 Volt ans Land führt, wiegt mehr als 200 Kilogramm pro Meter. Wenn alles nach Plan läuft, ist der Windpark BARD Offshore 1 im ersten Halbjahr 2011 komplett installiert

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